Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

„Uetersener Tafel“ zieht um

12.05.2007 Uetersener Nachrichten

Sozialausschuss beschließt Unterstützung des Vereins

Uetersen (roc). Steuererhöhungen, gestiegene Lebenshaltungskosten oder der Verlust des Arbeitsplatzes: Das sind nur einige Beispiele, weshalb immer mehr Menschen in soziale Not geraten und auf die Hilfe der „Uetersener Tafel“ angewiesen sind. Der Verein finanziert sich aus Spenden. Seine ehrenamtlichen Helfer geben täglich rund 100 – hauptsächlich aus Uetersen stammenden – Bedürftigen kostenlos Lebensmittel aus. Tendenz steigend.

Die wachsende Nachfrage der „Kunden“ verursachte zuletzt immer mehr Gedränge in den 90 Quadratmeter großen Räumen der „Tafel“. Deshalb stellte der gemeinnützige Verein im vergangenen Januar den Antrag, von der Stadt kostenlos größere Räume zur Verfügung gestellt zu bekommen. Als Alternative zu den derzeit genutzten Räumen in der Reuterstr. 41 schlug der Vereinsvorstand die ehemalige Berufsschule Finkenbrook vor. Dort ist eine Fläche von etwa 400 Quadratmetern vorhanden.

Der Antrag wurde nun im Sozialausschuss diskutiert: Die momentane Raumsituation – so argumentierte der an der Ausschussitzung teilnehmende Vorstand der „Tafel“ – sei für „Kunden“ und Mitarbeiter nicht mehr länger tragbar. „Es gibt Gedränge, es kommt Unmut auf“ sagte Roland Breuer, Erster Vorsitzender des Vereins. Der Umzug in größere Räume würde aber auch höhere Kosten nach sich ziehen. Diese könnten nicht ohne die Hilfe der Stadt getragen werden.

Die Ausschussmitglieder stimmten der Bitte des Vereins nicht ohne Einwände zu. Grund: Während sich die CDU auch einen Verkauf der Immobilie an einen Investor vorstellen kann, wollen SPD und Alternative Liste in den Räumen Finkenbrook ein Jugendzentrum einrichten. „Wir sind im Zwiespalt Wir wollen zwar die Tafel unterstützen, aber wir wollen Finkenbrook auch als Jugendzentrum haben“, sagte Ingo Struve (SPD).

Der Ausschuss entschied schließlich, dass die „Tafel“ im Sommer dieses Jahres das Erdgeschoss im Finkenbrook-Gebäude beziehen kann – zumindest für die nächsten zwei Jahre.

Die Kosten für den Umbau der neuen Räume werden vom Verein allein getragen. Die Stadt beteiligt sich aber mit jährlich 5000 an den Nebenkosten.