Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Uetersener Tafel: Vorsitzender gibt auf

25.09.2007 Hamburger Abendblatt

UETERSEN – Die Wohlfahrtsorganisation Uetersener Tafel muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen. Roland Breuer (55, Versicherungsfachwirt) hat am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. „Wir sind davon überrascht worden“, sagt die 2. Vorsitzende Sabine Hamann. Wie es an der Spitze der Einrichtung weitergehen soll, ist deshalb noch offen.
Nach Informationen der Pinneberger Zeitung hatte sich die mögliche Trennung schon angedeutet. Dabei ging es weniger um inhaltliche Fragen, sondern mehr um die persönlichen Beziehungen innerhalb des Vorstands. „Es gibt kein Zerwürfnis. Ich gehe ohne Groll“, dementiert der scheidende Vorsitzende.
Roland Breuer hatte die Tafel seit dem Start vor anderthalb Jahren auf- und ausgebaut. 550 bedürftige Menschen, darunter 100 Kinder, werden dreimal pro Woche versorgt. Das sind mehr als doppelt so viele Menschen wie laut Statistik vorauszuberechnen waren. Normalerweise nutzen rund zehn Prozent aller Hartz-IV-Empfänger, das sind gut 2000 im Raum Uetersen-Tornesch-Moorrege, so ein Hilfsangebot.
Wegen des starken Zulaufs müssen auch neue Räume her: Demnächst zieht die Tafel von der Reuterstraße in die ehemalige Berufsschule am Finkenbrook um, weil dort mehr Platz ist als am alten Standort. Den Kauf eines eigenen, sogar neuen Transportfahrzeugs hatte Breuer ebenfalls federführend angeschoben.
Doch jetzt, drei Monate vor der satzungsgemäßen Neuwahl, will er nicht mehr im Vorstand weitermachen. Breuer versichert aber: „Ich bleibe der Uetersener Tafel als Mitglied verbunden.“

mra