Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Uetersener „Tafel“ nimmt ihre Arbeit auf

15.03.2006 Uetersener Nachrichten

Doch bevor Speisen an Bedürftige verteilt werden können, muss erst einmal investiert werden

Die „Uetersener Tafel“ ist gegründet. Jetzt fehlt der neuen Institution lediglich noch die Anerkennung durch den Bundesverband „Deutscher Tafeln“.

Von Klaus Plath

Uetersen. Roland Breuer ist der erste 1. Vorsitzende der „Uetersener Tafel“. Am Mittwoch abend wurde sie von 42 Interessierten im Martin-Luther-Haus Am Markt gegründet. Dem Uetersener Initiator eines solchen Angebots, das sich an bedürftige Menschen richtet, stehen Sonja Bosch (Heist) als 2. Vorsitzende, Robert Möller (Uetersen) und Stefan Tank (Elmshorn) zur Seite.

Der Uetersener Rechtsanwalt und Notar Joachim Henningsen war gebeten worden, die Versammlung bis zur Einsetzung des Vorstands zu leiten. Zunächst wurde die Satzung diskutiert. Sie definiert unter anderem den Zweck des Vereines: die Verteilung von Nahrungsmitteln beziehungsweise das Anbieten eines Mittagstisches für bedürftige Menschen. Wer als bedürftig gilt, wird durch die Satzung genau geregelt.

Intensiv diskutiert wurde über den Punkt „Mitgliederbeitrag“. Da der „Uetersener Tafel“ möglichst viele Bevölkerungsteile angehören sollen, wurde der jährlich zu bezahlende Mindestbetrag schließlich auf zehn Euro festgelegt. An der Zusammenkunft im Martin-Luther-Haus nahm mit Norbert Küttner der Tafel-Länderbeauftragte für Schleswig-Holstein und Hamburg teil. Er hatte der Versammlung die acht Tafelgrundsätze erläutert. Diese gehen auch aus der Satzung des Ortsvereines hervor.

Bevor es losgehen kann mit der Essensverteilung, so Breuer, müsse erst einmal investiert werden. Neben einem Auto sei ein rund 250 Quadratmeter großer Raum erforderlich, der angemietet werden müsste. Er sei guten Mutes, zur Abdeckung der Kosten Zuschüsse von Landesseite zu bekommen sowie weitere Sponsoren für die gute Sache zu begeistern.

In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 36 anerkannte Tafeln, Uetersen wäre somit die 37. soziale Einrichtung dieser Art im Land zwischen den Meeren