Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

„Uetersener Tafel“ hat ihre Arbeit aufgenommen

01.08.2006 Uetersener Nachrichten

Uetersen/mw. Wegschauen ist bequem, hinsehen mühevoll. Das gilt auch für das „neue Elend“, für Menschen im Kreis Pinneberg, die Probleme haben, sich nicht etwas vom Munde absparen zu können, weil die Mittel selbst dafür versiegen. Rentner, Sozialhilfeempfänger, Hartz IV-Bezieher, Obdachlose. Für sie gibt es jetzt einen 90 Quadratmeter großen Hoffnungsschimmer. Die Adresse: Uetersen, Reuterstr. 41. In dem ehemaligen, umgebauten Friseursalon wird dreimal pro Woche, montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 16 bis 17 Uhr kostenlos Essen ausgegeben.

Bis zu 300 Bedürftige aus den Städten Uetersen, Tornesch, Moorrege und dem gesamten Kreisgebiet, schätzt Roland Breuer, Vereinsvorsitzender der ehrenamtlich operierenden „Uetersener Tafel“, werden das Angebot annehmen. Die Tafel selbst versorgt sich mit Gaben von Supermärkten und Restaurants.

Ermöglicht wurde das ganze Projekt nur dank großzügiger Spenden verschiedener Gönner: Der Vermieter der Räume begnügt sich mit 500 Euro warm, die Sparkasse Südholstein gab 1.000 Euro „Starthilfe“ (und zusätzlich als Mitglied jährlich 600 Euro), das Land Schleswig-Holstein schoß 3.000 Euro dazu, die Stadt Uetersen 1.400 Euro und die Gemeinde Moorrege 500 Euro.

Der Verein „Uetersener Tafel“ zählt derzeit 51 Mitglieder, die mindestens zehn Euro pro Jahr einzahlen. „Doch die meisten Mitglieder überweisen weit höhere Beträge“, freut sich Roland Breuer. Er und sein Verein sind dennoch auf weitere Spendenmittel angewiesen (Bankverbindung für Spenden: Sparkasse Südholstein, Kto.-Nr. 15070584, Blz.: 23051030).