Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Nanz neuer „Tafel“-Chef

23.03.2014 Uetersener Nachrichten

Ehrenamt: Früherer SPD-Ratsherr ist Nachfolger von Adolf Bergmann20140323neuerUetersen. Der Trägerverein der „Uetersener Tafel“ hat einen neuen Vorsitzenden. Nach fünf Jahren im Amt hatte Adolf Bergmann angekündigt, kürzer treten zu wollen, um sich ganz auf sein Amt des Bürgervorstehers konzentrieren zu können. Insofern war die Mitgliedschaft aufgerufen, einen Nachfolger für Bergmann zu finden.

Die Suche nach dem „Neuen“, gestaltete sich im Vorfeld der Zusammenkunft im Martin-Luther-Haus schwierig. Schließlich konnte der Vorstand jedoch mit Ferdinand Nanz, einem ehemaligen SPD-Ratsherren und Gewerkschaftler, einen Kandidaten präsentieren, der den Zuspruch der Versammlung erfuhr.
In ihren Ämtern bestätigt wurden Sabine Hamann (Zweite Vorsitzende), Robert Möller (Kassenwart), Nicole Bruhnsen (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Hans-Joachim Baron, Werner Schüder, Burkhard Golz und Anita Schilling. Adolf Bergmann war es vorbehalten, den Rechenschaftsbericht zu verlesen. Aus diesem geht hervor, dass es 2013 145 Mitglieder gab, die die „Uetersener Tafel“ durch ihre Vereinszugehörigkeit unterstützt hatten. 60 dieser Mitglieder zählen zu den aktiven Helfern, die, so Bergmann, im vergangenen Jahr 17000 Arbeitsstunden geleistet hätten – ehrenamtlich. Hinzu komme die geleistete Vorstandsarbeit. 450 erwachsene Kunden zählt die „Uetersener Tafel“ derzeit, zuzüglich 130 Kinder. Diese wurden 2013 dreimal in der Woche mit Lebensmitteltüten versorgt. 180 Tonnen Lebensmittel wurden dafür aufbereitet und anschließend verteilt, das entspreche, so der Vorsitzende, 24000 Lebensmittelrationen für Erwachsene und 8800 „Kindertüten“.

Wie der Vorsitzende weiter mitteilte, muss das Kühlfahrzeug, das täglich im halben Land unterwegs ist, um die Lebensmittel von den Spendern abzuholen, ersetzt werden, da es stark reparaturanfällig geworden ist. Ein solches Fahrzeug kostet 32000 Euro, abzüglich des zu erwartenden Sponsorings beträgt der Eigenanteil für die „Uetersener Tafel“ 13500 Euro.

Angedacht ist zudem die Erneuerung des Fußbodens im Flur, die Beschaffung von zwei Kühltruhen und Maßnahmen zur Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Diese Investitionsplanung sei möglich, weil sie von einer großzügigen finanziellen Förderung begleitet werde, so Bergmann. Im Namen des Vorstands bedankte er sich bei allen Mitgliedern, Freunden, Förderern und Lieferanten für den geleisteten persönlichen Einsatz und die Spenden, durch die „unsere Arbeit erst ermöglicht wird“.

Bemerkenswert: Trotz der beschlossenen Haushaltskonsolidierung stellt die Stadt Uetersen der Tafel die Räumlichkeiten weiterhin kostenlos zur Verfügung und beteiligt sich zudem mit 5000 Euro an den Energiekosten.

Für 2014 prognostizierte Bergmann eine Anstieg der Kundenzahlen, persönlicher Einsatz und Zuwendungen seien somit weiterhin wichtig, soll die „Uetersener Tafel“ auch in Zukunft ihre Arbeit in notwendigem Umfang fortführen können.
Klaus Plath