Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Jetzt wird „Eins mehr“ gekauft

23.08.2009 Uetersener Nachrichten

Neue Aktion der „Uetersener Tafel“ und des Uetersener Warenhauses Famila. Schöne Idee der „Uetersener Tafel“ und des Warenhauses Famila am Großen Sand. Famila unterstützt die Aktion „Eins mehr“, die am Sonnabend beginnt.
Von Klaus Plath

Uetersen. Die „Uetersener Tafel“ hat viele Verbündete. Das ist auch gut so, denn ohne Förderer könnten die in der früheren Finkenbrookschule ehrenamtlich Wirkenden nicht tätig werden. Ohne Lebensmittelspenden könnte an jene, die nur wenig zum Leben haben, nichts umverteilt werden.
Jetzt gibt es eine neue Aktion, die die „Uetersener Tafel“ und das Warenhaus Famila am Sonnabend, 5. September, gemeinsam ins Leben rufen werden. „Eins mehr“ lautet diese. Adolf Bergmann, Vorsitzender des Trägervereins, erklärt: „Bei ‘Eins mehr’ werden Bürger gebeten, ein Lebensmittel mehr zu erwerben und dieses der Tafel zu spenden.“ Dafür wird bei Famila deutlich sichtbar eine Lebensmittelbox aufgestellt. Dort kann sich über ausliegende Flyer auch jeder näher über dieses Projekt informieren.
Bürgermeisterin Andrea Hansen hat, als sie von „Eins mehr“ erfuhr, spontan zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir einander beistehen“, so die Bürgermeisterin.
Die Zahl der „Tafel“-Kunden wächst in Uetersen leider stetig an. Dabei nimmt der Anteil der Kinder, die mit ihren Familien am Existenzminimum leben, kontinuierlich zu. In Uetersen werden an den drei Öffnungstagen montags, mittwochs und freitagts durchschnittlich rund 500 Lebensmitteltüten für Erwachsene und weitere 180 Kindertüten ausgegeben.
Um den sozial und wirtschaftlich benachteiligten Menschen bei der Überbrückung schwieriger Zeiten zu helfen, wurde die neue Aktion ins Leben gerufen. Gespendet werden sollten insbesondere Lebensmittel mit langer Haltbarkeit wie zum Beispiel Nudeln, Reis und Konserven. Diese können dann ausgegeben werden, wenn das „normale“ Tafelangebot, das sich aus Lebensmittelspenden von Supermärkten oder Bäckereien rekrutiert, sehr dünn ist. Die von den Kunden gespendeten Lebensmittel, dafür verbürgen sich die „Tafel“-Bediensteten, kommen umgehend den Betroffenen zugute.
Parallel zur Uetersener Aktion wird eine solche auch in Glückstadt angeschoben. Dort hat sich Bürgermeister Gerhard Blasberg bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Die „Tafeln“ in Uetersen und Glückstadt arbeiten von Anfang an gut zusammen.
In beiden Städten beginnt die Aktion daher am Sonnabend um 9 Uhr. Bis 11.30 Uhr werden neben „Tafel“-Vertretern auch die Bürgermeister anwesend sein, in Uetersen bei Famila ist Andrea Hansen vor Ort. Adolf Berg-mann und alle weiteren in der früheren Finkenbrookschule ehrenamtlich Tätigen, freuen sich über jede Spende. Bergmann würde sich darüber hinaus aber auch über tatkräftige Hilfe weiterer Interessierter freuen.
Willkommen ist jeder, der über zumindest etwas Freizeit verfügt, die er in den Dienst der guten Sache stellen möchte. Der Vorsitzende ist telefonisch unter 04122/82839 zu erreichen.