Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Eine anerkannte und wichtige Einrichtung

26.03.2008 Uetersener Nachrichten

Die „Uetersener Tafel“ hat einen neuen Vorstand. „Teamkäpt’n“ ist nun Rolf Maßow. Er besetzt die seit Herbst vergangenen Jahres vakante Position. Damals war Roland Breuer vom Amt des Ersten Vorsitzenden zurückgetreten.

Von Klaus Plath

Uetersen. Beeindruckende Zahlen wurden während der Jahresversammlung der „Uetersener Tafel“ mitgeteilt. Sie spiegeln den Bedarf wider, der der Einrichtung in der ehemaligen Finkenbrookschule zugrunde liegt: 125 Tonnen Lebensmittel wurden im vergangenen Jahr an mehr als 700 registrierte und überprüfte Bedürftige verteilt. Das entspricht einem Lebensmittelverkaufswert von rund 375000 Euro. Unsere Fahrer legten mehr als 13000 Kilometer zurück, um die Lebensmittel von Bäckereien und Supermärkten abzuholen“, berichtete Sabine Hamann, die Zweite Vorsitzende, weiter.
Die „Uetersener Tafel“ erfreut sich einer wachsenden Mitgliederschaft. 145 zählen zum Verein, 45 davon gelten als Aktive. Sie sind es, die dreimal pro Woche die Lebensmitteltüten ausgeben und auch alle Arbeiten im Vorfeld der Ausgabe erledigen. Ihnen gebühre großer Dank, so die amtierende Vorsitzende.
Gerne könnten es noch mehr Mitglieder sein, so Sabine Hamann, die erläuterte, dass die 145 Mitglieder 0,8 Prozent der Uetersener Bevölkerung entsprechen. Der registrierte Bedarf mache jedoch drei Prozent der Bevölkerung aus.
Sabine Hamann kennzeichnete in groben Zügen die bedeutenden Ereignisse für die „Tafel“ im vergangenen Jahr. So auch die Anschaffung des Tafel-Fahrzeuges, die von mehreren Sponsoren großzügig begleitet wurde. Der „Vito“ mit Kühlung von Daimler-Benz leiste wertvolle Dienste.
Umfangreiche Wahlen zum Leitungsgremium standen an. Bürgervorsteher Adolf Bergmann hatte sich bereiterklärt, die Wahlen zu leiten. Neben Maßow wurden Sabine Hamann (Zweite Vorsitzende), Robert Möller (Kassenwart), Nicole Bruhnsen (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Susanne Meyer-Förtmann, Werner Schüder, Hans-Joachim Baron und André Wilhelmsen als Beisitzer gewählt.
Wilhelmsen unterstützte im Anschluss an die Wahlgänge einen Vorstandsantrag, der die Befreiung der Helfer vom Mindestbeitrag vorsah, sofern sie zum Kreise der Bedürftigen zählen. Der Mindestbeitrag des Vereines beläuft sich auf zehn Euro im Jahr.
Wilhelmsen, der selber Empfänger von Grundsicherungsleistungen ist, sagte, dass ihm das Sozialamt Tornesch-Uetersen die Beitragszahlung untersagt hatte. Denn ein solcher Beitrag sei nicht im Sinne der Grundsicherungsleistungen.
Auf UeNa-Nachfrage kommentierte Torneschs Sozialamtsmitarbeiter Reiner Koppers diese Aussage mit den Worten. „Das ist nicht der Fall, das ist unmöglich.“
Dem Antrag des Vorstandes wurde im Anschluss an eine längere Diskussion gefolgt.
Adolf Bergmann nutzte das große Forum, mehr als 50 stimmberechtigte Mitglieder waren in das Martin-Luther-Haus Am Markt gekommen, um sich im Namen der Politik und des Bürgermeisters für die Arbeit der „Uetersener Tafel“ zu bedanken. Hier werde etwas Großes geleistet. Die „Tafel“ werde jetzt von allen Seiten akzeptiert und befürwortet. Sie sei somit unumstritten in Uetersen.