Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Die „Finkenbrook“ für die Tafel?

09.03.2007 Uetersener Nachrichten

Verein platzt aus allen Nähten / Verwaltung unterstützt Nutzung der alten Berufsschule

Mehr als 400 Kunden zählt die „Uetersener Tafel“ Woche für Woche. Die angemieteten Räumlichkeiten an der Reuterstraße reichen nicht mehr aus. Der Vorstand wandte sich jetzt mit der Bitte an Bürgermeister Wolfgang Wiech, die ehemalige Berufsschule Finkenbrook nutzen zu dürfen.

Von Klaus Plath

Uetersen. Sie befindet sich im Eigentum der Stadt, die ehemalige Kreisberufsschule Finkenbrook. Und sie steht leer. Auf der anderen Seite drängt es sich dreimal in der Woche an der Reuterstraße. Dann nämlich, wenn der Verein „Uetersener Tafel“, Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt. „Wir kommen mit dem Platz einfach nicht mehr aus. Es ist logistisch nicht mehr zu leisten“, sagen Vorsitzender Roland Breuer und Kassenwart Robert Möller. Ihre Idee daher: Solange das Gebäude leer steht, könne es doch durch den Verein genutzt werden und erfahre dadurch eine sinnvolle Verwendung. Nach der Besichtigung des Objekts waren sich Möller und Breuer einig, dass ideale Grundvoraussetzungen gegeben sind.

Es sei machbar, ist Bürgermeister Wolfgang Wiech, an den der Vorstand mit seiner Bitte herantrat, überzeugt. Von baulicher Seite gebe es dort keine Schwierigkeiten. Man könne der „Tafel“ solange ein Nutzungsrecht einräumen, bis entschieden worden sei, was mit dem Objekt geschehen solle. „Wir haben hier die Möglichkeit, einem Verein zu helfen, der Wichtiges für die Gesellschaft leistet – und das ehrenamtlich“, so der Bürgermeister. Nach Vorstellungen Wiechs sollte der „Tafel“ das Objekt kostenfrei überlassen werden.

Auch andere Vereine, erinnert der Bürgermeister an die allgemeinen Gepflogenheiten in der Rosenstadt, hätten freien Zutritt zu städtischen Räumen. Warum nicht nun auch die „Uetersener Tafel“?

Der Mietvertrag für die Räumlichkeiten an der Reuterstraße endet im Sommer. Gut wäre daher, sagt der „Tafel“-Vorstand, wenn eine Entscheidung möglichst bald getroffen wird.