Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

BfB: „Finkenbrook“ als zweite Lösung

13.03.2007 Uetersener Nachrichten

Fraktion: Dringlichkeit ist gegeben / Antrag zur Ratsversammlung. Als erste Fraktion hat sich die BfB zum Bürgermeister-Vorschlag „Uetersener Tafel in die „Finkenbrook“ geäußert. Ihre Haltung: „Ja, aber…“.

Von Klaus Plath

Uetersen. Während eines Pressegespräches, direkt im Anschluss an die Fraktionssitzung, hat die BfB am Montag mitgeteilt, wie sie zu den Wünschen der „Uetersener Tafel“ bezüglich der Nutzung der „Finkenbrook“ steht. Die Tafel-Idee wird von Wolfgang Wiech unterstützt (wir berichteten).
„Wir werden versuchen, die Angelegenheit per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der Ratsversammlung zu ziehen. Gelingt das, werden wir einen Antrag zur Abstimmung vorlegen“, so BfB-Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Witt. Die Verwaltung soll beauftragt werden, geeignete Räumlichkeiten für die „Uetersener Tafel“ zu suchen. Gibt es keine alternativen Möglichkeiten, dann soll die Verwaltung ermitteln, welche Kosten auf die Stadt zukommen, wenn die „Uetersener Tafel“ die „Finkenbrook“ nutzt. Die Antworten der Verwaltung sollen dem Hauptausschuss am 24. April zugeleitet werden.
Witt: „Wenn wir keine anderen Räumlichkeiten finden und die Kosten im Rahmen bleiben, sind wir bereit, die ‘Finkenbrook’-Idee des Vereins zu unterstützen.“ BfB-Fraktionsmitglied Holger Köpke ergänzt: „Bevor die ‘Finkenbrook’ leersteht, kann man das Gebäude auch sozial nutzen.“
Für ihren Antrag, die Angelegenheit auf die Tagesordnung der Ratsversammlung zu nehmen, benötigt die BfB eine Zweidrittelmehrheit.
Auf Nachfrage äußerte sich CDU-Fraktions-Chef Gerhard Ruhnke wie folgt: „Wir haben im vergangenen Jahr dem Ankauf der Berufsschule zugestimmt, um sie für eine Erweiterung des Hafenareals zu nutzen. Sie soll verkauft werden. Wir wollen sie nach wie vor nicht renovieren. Auf der anderen Seite wollen wir dem Verein ‘Uetersener Tafel’ helfen. Danach kann die ‘Finkenbrook’ vorläufig durch den Verein genutzt werden, bis ein Käufer gefunden wird. Die Tafel sollte aber bestrebt sein, weitere Räumlichkeiten zu suchen.“ Ruhnke kündigte an, dass die CDU-Fraktion den Bürgermeister in dieser Angelegenheit noch einmal in der Fraktion anhören möchte. „Ob wir dem Dringlichkeitsantrag zustimmen, weiß ich noch nicht“, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.
Ingo Struve, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Wir haben für den Sozialausschuss am 8. Mai beantragt, das Thema auf die Tagesordnung zu bringen. Dort möchten wir es zunächst diskutieren. Ich sehe derzeit die Dringlichkeit nicht als gegeben an.“ Angedacht sei, so Struve, sich grundsätzlich mit dem Verein auszutauschen. „Dabei sollten wir aber auch detaillierte Auskünfte erhalten.“