Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Am 10. März geht das Sozialkaufhaus ans Netz

25.02.2010 Uetersener Nachrichten

UETERSENER. „Hier entsteht für Uetersen etwas Einmaliges.“ Uwe Mettjes, Aufsichtsratschef der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreis Pinneberg, zeigte sich auf dem „Bau-Fortschrittsempfang“ des künftigen Uetersener Sozialkaufhauses begeistert. Mehr als 50 Gäste waren in die ehemalige Berufsschule im Finkenbrook 1 gekommen, um sich die Fortschritte anzusehen.
Wo momentan Farbeimer und Werkzeug stehen, wird am 10. März das kreisweit vierte Sozialkaufhaus der AWO-Gesellschaft „Bildung und Arbeit“ eröffnet. 45 000 Euro kostet die Renovierung der rund 300 Quadratmeter großen Fläche. Kosten, die sich die AWO mit der Stadt Uetersen teilt.

Der Kundenkreis des Kaufhauses: Menschen, die monatlich weniger als 1000 Euro Netto zur Verfügung haben. Sie sollen in dem alten Backsteingebäude gut erhaltene Textilien, Möbel oder Spielzeug erwerben können. Die Einrichtung wird noch mehr als Waren parat halten. „Es gibt einen kostenlosen Internetzugang zur Stellensuche“, informierte Martin Meers, Geschäftsführer der AWO-Bildung und Arbeit. Zudem werde Fachpersonal vor Ort beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen helfen.

Von diesem Service sollen nicht nur Kaufhauskunden profitieren. „Bis zu zwölf Ein-Euro-Jobber können hier beschäftigt werden. Auch ihnen bieten wir Hilfe für den Wiedereinstieg ins Berufsleben an“, so Wolfgang Behring, Leiter der ARGE Pinneberg. Die Langzeitarbeitslosen werden von der ARGE vermittelt und bezahlt.

„Ich danke allen für die gute Zusammenarbeit“, sagte Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD). Sie hoffe, dass das Sozialkaufhaus ein Erfolg werde. Dazu wird möglicherweise die Nähe zur Uetersener „Tafel“ beitragen: Im Erdgeschoss des Gebäudes verteilen ehrenamtliche Helfer seit 2006 Lebensmittel an Bedürftige. „Diese Kombination ist ideal“, freute sich AWO-Projektleiter Wolfram Gambke.

roc