Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Die „Uetersener Tafel“ ist an die Finkenbrook-Schule umgezogen

01.12.2007 Uetersener Nachrichten

Breite Unterstützung durch die Politik und Verwaltung / „Gustav-Heinemann-Realschüler“ verkauften zugunsten der Einrichtung Kekse

Uetersen (pl). Die „Uetersener Tafel“ ist umgezogen. Planmäßig zum 30. November wurden die Räumlichkeiten an der Reuterstraße abgeschlossen. Zeitgleich wurde die Arbeit in der Finkenbrook aufgenommen. Sabine Hamann, Zweite Vorsitzende des Trägervereines und alle bei der „Tafel“ ehrenamtlich Tätigen sind hoch zufrieden mit dem auf dem Verhandlungswege mit der Stadt Uetersen erzielten Ergebnis. Und sie sind glücklich, dass der Umzug termingerecht vollzogen werden konnte.
Sprich wörtlich bis zur letzten Minute wurde in der ehemaligen Berufsschule „An der Klosterkoppel“ fleißig gewerkelt. Vieles schafften die „Tafel“-Mitglieder in Eigenleistung. Doch einige Malerarbeiten mussten vergeben werden. „Danke“ sagt Sabine Hamann im Namen aller den beiden Firmen Riewesell und Witt aus Uetersen, die sich durch ihre moderate Rechnungsstellung fördernd in den Dienst der guten Sache gestellt hätten. „Danke“ sagt die „Tafel“ auch in Richtung Stadtverwaltung und Politik. Letztere hätten ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Und die Verwaltung habe „alles, was sie versprochen hat, eingehalten“, so Schriftführerin Nicole Bruhnsen. Neue Fenster wurden eingebaut, eine Rampe wurde angelegt und so manch‘ weitere handwerkliche Tätigkeit schnell und zuverlässig erledigt. Jetzt muss nur noch die große Kühlzelle angeschlossen werden, dann kann es losgehen mit der Ausgabe am neuen Ort.
Die ersten Kunden werden am Montag, gegen 16 Uhr, erwartet. Neu ist, dass keine Lebensmitteltüten mehr vorgepackt werden. „Die Kunden packen sich ihre Tüten jetzt selber“, so Sabine Hamann. Positiv bemerkbar machen werde sich zudem der Umstand, dass es sich in der Finkenbrook um eine nutzbare Räche von rund 300 Quadratmetern handelt, war man sich gestern einig. Zum Vergleich: Die Räume an der Reuterstraße boten 80 Quadratmeter Platz. Die Ära der langen Menschenschlangen vor der Tür dürfte somit beendet sein.
Ganz besonders gefreut haben sich die Ehrenamtler über ein Engagement von Schülerseite. Zugunsten der „Uetersener Tafel“ verkauften Gustav-Heinemann-Realschüler der Klassen 8a und 10b gestern selbstgebackene Kekse auf dem Wochenmarkt. Schulleiter Wolfgang Balasus und Lehrerin Gisela Leffers: „Wir sind begeistert von diesem Schülerengagement und unterstützen es nach Kräften.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 235,95 Euro wurden eingenommen. Bereits zuvor, anlässlich des Klostermarktes (wir berichteten) verkauften Realschüler Strohsterne für die „Tafel“. Das Ergebnis: 70 Euro.
20071201Umzug1Umzug am Donnerstag: Mit vereinter Frauenpower wurden die Kisten und Kartons an der Reuterstraße gepackt.20071201Umzug2Unterstützung am Freitag: Die Klassen 8a und 10b der Gustav-Heinemann-Realschule verkauften auf dem Markt Kekse.Einzug in die Finkenbrook: Viel mehr Platz bedeutet viel weniger Stress. Am Montag beginnt die Lebensmittelausgabe. Fotos: pl.