Die Uetersener Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

„Tafel“ sucht neue Räume

20.12.2006 Uetersener Nachrichten

SPD-Landespolitiker Thomas Hölck besuchte Einrichtung / Solidarität bekundet

„Ich bin tief beeindruckt von dem, was hier los ist“, sagte Thomas Hölck.

Von Klaus Plath

Uetersen. Thomas Hölck, SPD-Landtagsabgeordneter aus Haseldorf, war gestern zu Gast bei der „Uetersener Tafel“. Mit 3000 Euro wird die Einrichtung, die dreimal wöchentlich Lebensmitteltüten an Bedürftige ausgibt, vom Land unterstützt. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die 3000 Euro auch weiter fließen“, so der Politiker, der sich von Roland Breuer, 1. Vorsitzender des Trägervereins, umfangreich über das Tafel-Konzept, die täglich zu bewältigenden Probleme und die logistischen Leistungen aller dort ehrenamtlich Tätigen informieren ließ.

Der SPD-Politiker: „Ich habe erst kürzlich gelesen, dass der Luxuskonsum zugenommen hat. Auf der anderen Seite sieht man hier, wie viele es gibt, die sich nichts leisten können und denen geholfen werden muss. Man sieht, wie groß die Schere zwischen Arm und Reich inzwischen geworden ist.“

Roland Breuer teilte dem Abgeordneten sowie der ihn begleitenden SPD-Ortsvorsitzenden Heike Baumann mit, dass die „Uetersener Tafel“ dringend neue Räume sucht. „Wir versorgen inzwischen 350 Bedürftige. Selbst den täglichen Ansturm von rund 190 Bedürftigen können wir auf den jetzigen etwa 90 Quadratmetern kaum noch bewältigen.“ Der Vorsitzende sagte, dass der Verein Räumlichkeiten von 400 Quadratmetern benötige. Der Mietvertrag der Räume an der Reuterstraße läuft im Juli 2007 aus. Breuer hofft auf die Hilfe der Stadt aber natürlich auch auf die Unterstützung von Landesseite.

Die geschätzten Mietkosten für 400 Quadratmeter-Objekte betragen im Jahr 20000 bis 24000 Euro. „Ein solches Spendenaufkommen ist unrealistisch“, so Breuer, der sich gleichzeitig bei allen Sponsoren herzlich bedankte. Zu den Geldgebern des Vereins wird nun auch Thomas Hölck gehören, der sich eine Beitrittserklärung überreichen ließ. Mit mindestens zehn Euro jährlich ist der Politiker dabei.

Aktuelles Projekt der „Uetersener Tafel“ ist der Erwerb eines Transporters für die rund zehn Tonnen Lebensmittel monatlich. Bislang wird für den Transport auf Pkw der Vereinsmitglieder zurückgegriffen. „Wichtig ist, dass dieser mit einer Kühlung ausgestattet ist, denn im Sommer verderben uns die Lebensmittel sonst bereits auf der Fahrt zur Ausgabe“, so Breuer. 9000 Euro benötigt die „Tafel“ noch, dann kann das Auto gekauft werden